Die schönsten Träume von Freiheit werden im Kerker geträumt. Johann Christoph Friedrich von Schiller

Montagsdemos versus „Die Welt“ #1

Seit 4 Wochen finden in immer mehr Städten Deutschlands jeden Montag sog. „Mahnwachen für den Frieden (…)“ statt. Ausgehend von Berlin und dem Initiator Lars Mährholz wächst die Bewegung seither unaufhörlich. Am 21.04.2014, dem Ostermontag, sollen sich in Berlin (je nach Quelle) zwischen 1.000 und 5.000 Menschen zusammengefunden haben.

Ich selbst war auf der ersten Montagsmahnwache in Dresden und sah, gelinde gesagt, ein recht klägliches Häufchen Menschen, wenn man seine Wertung lediglich auf die zählbare Menge bezieht. Und doch hat mich diese Bewegung irgendwie gepackt. Also meldete ich mich kurzerhand für den Montag, den 14.04.2014, in Leipzig als Redner.

Interessant sind die Themen, denen sich die Organisatoren annehmen, allemal – viel interessanter ist jedoch die Reaktion der Beobachter. Lasst uns etwas näher hinsehen.


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23.04.14
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Ironische Verkehrung des Guten

Der Gutmensch als FeindEs gab eine Zeit, in welcher einige wenige Gelehrte über die Geschicke einer ganzen Nation -ja der gesamten bekannten Menschheit – sinnierten. Damals, im alten Griechenland, waren das Aussenseiter, denn der Rest der Menschen war entweder Analphabet, dumm oder „nicht bekannt“. Auf die Ergebnisse dieser wenigen Menschen fußt jedoch unsere gesamte Gesellschaft.

Heute ist es anders. In unserem Land gehen wir von einem vergleichsweise hohem Bildungsstandard aus. Wäre dies also eine mathematische Rechnung, müssen wir davon ausgehen, dass viel mehr Menschen die geistige Reife besitzen zu „sinnieren“, zu hinterfragen und zu forschen.

Es gab immer wieder Zeiten, in denen eben jene, ich nenne sie einfach mal „Denker und Handler“, von der großen Masse abgelehnt und verfolgt wurden. Leben wir heute auch in einer solchen Zeit? Werden „Denker und Handler“ auch heute abgelehnt und verfolgt?


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28.08.13
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Gute Idee – falscher Ansatz: der Veggie Day

Werbung (?)

Die Grünen haben den Vorschlag eines vegetarischen Pflichttags in öffentlichen Kantinen etc. gemacht. Die Reaktionen der Medien und Gegnerparteien war standesgemäß. Neben der geschmacklosen Fotomontage des FDPler  Lars Lindemann links fielen mir unter anderem folgende Schlagzeilen auf:

 

„Veggie Day“: Die Furcht vor der grünen Umerziehung *Spiegel Online

Ein Veggie Day wäre unverschämt *FAZ

Und der berühmte abgeschossene Vogel mal wieder durch meine heißgeliebte BILD:

So lacht Deutschland über die Gaga-Idee der Grünen

Problem dabei? Die haben auch noch recht! Aber ganz anders als sie es gerne hätten! Schauen wir genauer hin…


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17.08.13
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Wähler – Nichtwähler – Falschwähler

Am Sonntag, dem 22. September 2013, ist es wieder soweit. Der gemeine Deutsche erhält die einmalige Möglichkeit seine Stimme zu erheben, indem er sie gleichzeitig abgibt, in eine Urne versenkt und dann 4 weitere Jahre über das Ergebnis mault.

Schon alleine die Terminologie klingt irgendwie komisch, versteht man doch unter Urne häufig eher ein Gefäß für die Totenasche. Und gibt man seine Stimme ab, so verfügt man doch gar nicht mehr über selbige, kann sie also auch nicht mehr erheben. Werden wir deshalb zwischen den Wahlen mundtot gemacht? Werden deshalb Volksabstimmungen zu einzelnen Themen in Deutschland quasi kategorisch abgelehnt?

Aber was hat es mit den Wahlen und deren Berechnung eigentlich auf sich?


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11.08.13
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Antisemitismus und Judenhass

Jakob AugsteinAlle Jahre wieder dieses Drama. Jedes Jahr, teilweise gar mehrmals, sucht und findet die Weltgemeinschaft eine Person, welche sich ein Stück zu weit aus dem Fenster zu hängen scheint, welche genügend Angriffsfläche bietet für einen Vorwurf, der gerade in Deutschland den gesellschaftlichen Mord bedeuten kann.

 

Antisemit

Mit diesem einen Wort scheint dann alles gesagt zu sein. Diese Person ist ein Arschloch, eine „persona non grata“, deren Aussagen in eine kausale Kette mit den mittelalterlichen Judenhüten (Viertes Laterankonzil) und den nazideutschen Gaskammern zu setzen sind.

Stellen wir ein paar Fragen?


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10.01.13
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Realität überholt Satire

Satire, eine Spottdichtung, welche mittels Übertreibung und anderen Mitteln auf gesellschaftliche Missstände und Fehlentwicklungen hinweisen soll, hat in Deutschland ein lange Tradition. Das Wort stammt vom lateinischen satura lanx, was interessanterweise „mit Früchten gefüllte Schale“ heißt. Im Deutschen gibt es viele satirische Medien, die Titanic, den Kojote oder aber den Postillon.

Normalerweise reagiert Satire auf Geschehnisse und bringt so Unmut und Kritik zum Ausdruck. Manchmal stellen sich die verrücktesten satirischen Ideen jedoch als prophetische Weissagungen heraus indem die Realität die Satire überholt. So geschehen mit einer Meldung des Postillon.


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28.11.12
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Links-Rechts-Mitte

Immer wieder muss ich mir durch meine lieben Leser, Kollegen oder Freunde anhören, ich wäre ein Linker – vermutlich, weil ich mich für solche Dinge, wie bedingungsloses Grundeinkommen oder die Neuverhandlung der bestehenden Besitzgesetzmäßigkeiten interessiere.

Immer wieder muss ich mir durch meine lieben Leser, Kollegen oder Freunde anhören, ich wäre ein Rechter – vermutlich, weil ich mich für solche Dinge, wie nationale Währungen oder nationale Versteuerungen interessiere.

Da keimt in mir die Frage auf, warum denn alles immer nach Links oder Rechts kategorisiert werden muss! Schauen wir mal etwas genauer hin.


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07.11.12
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