Du sollst nicht töten. 2. Mose 20,13

Das Programm

Ein Mann geht die Straße lang,
und alle lachen laut und heiß,
sie sind jung und sie sind klug,
doch keiner ahnt, was dieser weiß.

Eine Mädchen verkauft ihre Freiheit,
zu Hause wartet ein Kind,
die Männer spritzen in den Mund,
nicht ahnend, dass sie Sättigung sind.

Schreiend, weinend, liegt er im Bett,
Arme gefesselt, Beine fixiert,
wer weiß denn schon,
wonach es ihm giert?

Die Spritze angesetzt,
drückt sie den Stoff,
ihr Leben versoffen,
nur Streit und Zoff.

Vor ihr kniend,
die Ängste zu dritt:
„Wenn wir getrennte Wege gehen,
nimmst Du mich dann mit?“

Wie sieht der Himmel aus,
sie kann es nicht sehen,
Gefühle verbrannt,
zu schwach um zu gehen.

Ein Typ sitzt am Rechner,
er schreibt diese Zeilen,
ist er sonst auch noch so stark,
ist er schwach, bisweilen.

Programme steuern was wir sind,
Programme, komplex und verrückt,
Kein Programmier, nur das Leben,
verdichtet, verdrängt, abgehungert und verdickt.


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26.11.16
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Wege zur dunklen Seite

Im Jahr 2015 kam endlich die lang ersehnte siebte Episode „Star Wars: Das Erwachen der Macht“ in die Kinos und zeigt ein weiteres Mal, dass der Weg von der guten Seite der Macht, hin zur dunklen Seite derselben, kein weiter ist. Um das zu erkennen muss man jedoch eigentlich gar nicht erst in die Kinos gehen. Man kann auch einfach die Nachrichten verfolgen, Blogs lesen oder bei einschlägigen Facebook-Seiten die Kommentarspalten durchlesen. Hier wird uns, fast als wäre es ein großes Lehrstück, vor Augen geführt, wie subtil und wie schleichend sich das sogenannte „Böse“ in die Köpfe gräbt. Geschmacksproben gefällig?


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21.01.16
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Adieu du Dresden – geliebtes, gehasstes Dresden

Adieu du Dresden - geliebtes, gehasstes Dresden

Adieu du Dresden – geliebtes, gehasstes Dresden

Du Dresden. Ich bin in Dir und in Dich hineingeboren. In Dir wuchs ich zum Mann, ich lernte Fahrradfahren und Lesen und Rechnen. In Dir lernte ich das Tanzen, die Liebe zur Musik, zur Kunst und letztlich auch zum Wort, sei es nun geschrieben oder gesprochen. In Dir fand ich meinen Lieblingsbäcker, meinen persönlichen Fahrradschrauber und den, schlechthin, perfekten Zahnarzt. In Deiner Neustadt lebte ich und liebte ich. Hier wurde ich zum freien Geist, zum kritischen Denker, zum Menschen. Deine vegane Küche ist fantastisch, einfach überragend. Einigen gilt es ein paar Worte zu sagen.


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27.08.15
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Ich bin ein Riese weil ich denke…

Damals, Sri Lanka…

Was macht mich aus – als Mensch, als Individuum, als Mann, als Freund, als Partner, als Feind – letztlich doch immer nur die Essenz meiner Seele – gebildet aus Erfahrungen und Erwartungen – unendlich komplex, unergründbar, mystisch – verletzbar…

Ein Text über das, was mich ausmacht.

 

 


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23.05.15
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3 Fragmente

Blick vom Tiger Cave Tempel, Krabi Thailand

Blick vom Tiger Cave Tempel, Krabi Thailand

Die folgenden zwei Texte liegen schon eine ganze Weile in meinem Archiv und wollen nun endlich das Licht der Welt erblicken. Der dritte Text ist aktuell. Möge jeder davon halten was er mag. Ich bin der Meinung, dass alle drei Texte letztlich das gleiche Thema bearbeiten – lediglich aus verschiedenen Perspektiven.

 

 


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07.10.14
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Meines Vaters Brief an mich

Dir Sohn.

Was erwartest Du von Deinem Leben? Was hast Du als erstrebenswert, als wertvoll, als glorreich erkoren? Du bist jetzt nun einunddreißig Jahre alt und was hast Du vorzuweißen? Was hast Du wirklich geleistet und was gedenkst Du, noch wirklich nachhaltiges zu leisten? Wie gedenkst Du Deinen Keil in den Leib der Welt zu treiben, dass die Erinnerung nicht vergeht an Dich, wenn Dein Körper längst verfault ist?

Glaube mir! All das ist wichtig zu ergründen. Es ist wichtig zu begreifen und zu verstehen, denn Deine Ziele und Deine Wünsche, Hoffnungen, Deine Ängste und Deine Nöte sind Du. Sie machen Dich aus wie der Mörtel die Mauer. Hast Du Türen und Fenster zur Welt um Dich geschaffen oder lebst Du in einem Bunker aus Einsamkeit?


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05.10.14
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Demokratie – echt jetzt

Nachdem ich im letzten Artikel beschrieb, dass Nation und Staat wohl keine veralteten, aber eben neu zu definierende Begriffe sind, möchte ich mich heute dem Problem der Demokratie widmen. „Problem“ und „Demokratie“ in einem Satz? Wie geht denn das?! Haben uns die Oberen, sei es nun aus Deutschland oder unseren demokratischen Brüdern aus Übersee, eingetrichtert, dass die Demokratie das geilste Ding überhaupt sei?

Schauen wir mal genauer hin! Und beantworten wir die Frage, ob die Art der Vergabe der staatlichen Gewalt in der BRD ein guter, ein ethisch wertvoller, ein sicherer und vor allem ein demokratischer ist.


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09.06.14
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