Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben. Leo Tolstoi

…der Worte Nutzen, frei putzen

Nach einer längeren Pause, wegen Krankheit, melde ich mich nun mit einem weiteren kleinen Artikel zur deutschen Sprache zurück. Diese deutsche Sprache, so wie eigentlich jede andere Sprache ja auch, hat die Eigenart nahezu jeden Sachverhalt präzise darstellen zu können. Vielleicht kann sie das jedoch sogar etwas präziser als andere Sprachen, da sie über ein wichtiges Werkzeug verfügt. Dazu später mehr.

Um jedoch überhaupt korrekt und präzise sprechen zu können, ist es eingangs notwendig, sich selbst eigentlich permanent zu zuhören. So kontrollieren wir nämlich, was wir da eigentlich von uns geben und ob unser Gegenüber uns überhaupt verstehen kann. Diese Selbstreflexion ist, gelinde gesagt, im alltäglichen Sprachgebrauch völlig außer Mode gekommen, was mich zum ersten Punkt führt.


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26.01.13
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Alle Jahre wieder

Weihnachtszombie

Alle Jahre wieder staune ich über die prall gefüllten Regale in den Läden, den überaus verfrühten Verkauf von Weihnachtsgebäck bereits im Oktober, den genauso verfrühten Ausverkauf derselben Waren (schon mal versucht am 24. Dezember im Netto Spekulatius oder im Aldi Plätzchenzutaten zu kaufen?) sowie die vielen, seltsam anmutenden Anwandlungen meiner Mitbürger.

Noch viel verwunderlicher wird es aber, wenn man sich den einen oder anderen Fakt zu dieser Zeit einmal genauer ansieht. Schließlich wird gerade zur weihnachtlichen Zeit mit Floskeln und Sprüchen und Ritualien nur so um sich geworfen.


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23.12.12
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Wörter sind Viren

Wörter sind wie Viren! Ihre Bedeutung pflanzt sich in der Gesellschaft fort und frisst sich in die Gedanken und Gefühle der Menschen. Dies schaffen sie, indem sie, zum Teil entgegen ihrer Bedeutung mit Farben belegt werden, mit Gefühlen und Vorurteilen. Manchmal ist es von jemandem gewollt, manchmal entwickelt es sich einfach so.

Wolfgang Lippert, der Showmaster der DDR schlechthin, berichtete einmal in einem Interview, dass ihm die Nutzung des Wortes „Fleisch“ untersagt worden war. Damit sollten Assoziationen in den Köpfen der Menschen verhindert werden, die sie anstellen wenn sie das Wort „Fleisch“ hören. Der Hintergrund war nämlich, dass es gerade kaum Fleisch zu kaufen gab.

Schauen wir uns mal einige Beispiele an.


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17.12.12
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…der Worte Sinn

Wie bereits in einem anderen Artikel ergründet, ist die deutsche Sprache ein Segen und ein Fluch zugleich. Ein Segen, da sie, wie keine andere, flexibel und tiefsinnig ist. Ein Fluch, da sie leicht missverstanden und missbraucht werden kann. In diesem Artikel folgen weitere Beispiele.

Privatisierte Verträge können leicht nicht ansprechbar sein, erst recht in einer Demokratie.

Dieser Satz wirkt unverständlich? Dann schauen wir uns seine Bestandteile mal etwas näher an und bringen Licht ins Dunkel!


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25.10.12
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… drum prüfe Deine Worte

Die deutsche Sprache ist einmalig in der Welt und bietet Chancen und Möglichkeiten, welche keine andere Sprache bietet. Wir können völlig neue Worte erschaffen, indem wir einfach zwei existierende Worte verbinden – die zusammengesetzten Hauptwörter (Substantive). Seit circa 1260 Jahren durchlief diese unsrige Muttersprache mehrere große Phasen, geprägt von Lautwandeln, Monophthongierungen,  Diphthongierungen und starken Einflüssen andere Sprachen. Letztere gab dem Deutschen eine bunte Schattierung, denn unsere Sprache ist durchsetzt von Entlehnungen andere Sprachen. Doch haben diese alle Sinn?

Die Politik in Deutschland schafft es außerdem immer wieder Wörter zu bilden, welche völliger Nonsens sind – oder es werden Wörter direkt absichtlich mit einer bestimmten Assoziation versehen … ganz im Sinne der herrschenden Klasse. Hier ein paar Beispiele:


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11.09.12
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