Kein Mensch muss müssen. Gotthold Ephraim Lessing

Landtagswahldesasteraufarbeitung

AfD_FlaggeDa war er also, der viel erwartete Rechtsrutsch der Gesellschaft. Die AfD wurde in den Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz, als drittstärkste Kraft, und in Sachsen-Anhalt als zweitstärkste Kraft in den Landtag gewählt. Ob die Wähler dieser zutiefst rassistischen und reaktionären Partei sie aus reinem Protestgebahren oder aus echter ideologischer Überzeugung gewählt haben wird wohl ewig ein Rätsel bleiben. Fakt ist, dass die sogenannten etablierten Volksparteien mit den Wahlergebnissen einen echten Denkzettel verpasst bekommen haben. Und Fakt ist auch, dass progressive, solidarische, weltoffene Politik und Toleranz der (von mir präferierten) Partei DIE LINKE, offensichtlich kaum einen Wähler überzeugen konnte.

Während einige Politiker sich jetzt folgend mit Schuldvorwürfen und geheuchelten „Wir hätten dieses und jenes vielleicht anders machen sollen“ rausreden werden wollen, werden vermutlich und leider die meisten sich Stück für Stück den Idealen dieser un-Partei annähern. Die CDU, allen voran ihr wendehalsiges Zugpferd Merkel, wird, ganz ähnlich wie damals, als die Grünen das erzkonservative Baden-Württemberg eroberten, ihre Politik an die neuen „Herausforderungen“ anpassen.

Damals gewannen, im Eindruck Fukushimas, die Grünen auf ganzer Linie und der noch Tage zuvor völlig tabuisierte Atomausstieg wurde plötzlich real und umsetzbar.

Das wird uns nun auch blühen.

Statement eines Entgeisterten:


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13.03.16
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AfD-Sachsen-Anhalt – auf die Finger geschaut

AFD-Logo, oder doch nicht?

AFD-Logo, oder doch nicht

Morgen, am 13. März 2016, wird in drei Bundesländern der neue Landtag gewählt. Laut diversen Umfragen wird der populärste Newcomer unter den Parteien zwischen fünf und 19 Prozent erreichen. Grund genug dieser selbsternannten Partei der Unzufriedenen mal etwas genauer auf die Finger zu schauen.


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12.03.16
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Sophie Scholls Erbe – mit Stiefeln getreten

Bautzen und Sophie Scholl

Bautzen und Sophie Scholl

Heute vor 73 Jahren starb eine der mutigsten deutschen Frauen aller Zeiten. Sie war Mitglied der „Weißen Rose“, welche eine der wenigen aktiven Widerstandsgruppen gegen die Diktatur Hitlers überhaupt war. Auf Flugblättern skandierten sie „Nieder mit Hitler“ und „Freiheit“ und sie gingen dafür in den Tod. Sie wussten von Deportationen und Massenmord. Sie wussten vom Elend und vom Leid. Und sie konnten es nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren.

Sophie Scholl gelang, was dem Großteil der deutschen Bildungselite damals nicht gelang. Sie stand zu sich und ihren Überzeugungen. Sie machte keinen Rückzieher, als ihre Liebe zum ethisch und moralisch Guten ihr das Leben kosten sollte.

Dreiundsiebzig Jahre sind keine lange Zeit und es gibt noch Menschen, die Sophie Scholl noch persönlich kannten – sicherlich. Die Bundesrepublik sieht sich in ihrer Gründung in direkter Tradition zu Menschen wie Sophie Scholl.

Die Bundesrepublik… jedoch immer weniger Menschen in ihr.


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22.02.16
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