Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, dass man sie ignoriert. Aldous Huxley

Neues Jahr, neues Glück

2016Alles auf der Welt hängt zusammen. Nichts steht für sich allein im luftleeren Raum. Die ganze Welt ist ein einziger, riesiger Organismus – ganz ähnlich dem menschlichen Körper. Das zu begreifen war, nach meiner Meinung, meine persönliche Leistung im Jahr 2015. Was das Jahr 2016 bringen wird bleibt abzuwarten.

Der Körper besteht aus Organsystemen, aus Organen, aus verschiedenen Geweben, welche wiederum aus verschiedenen Zellen bestehen. Zellen bestehen aus Organellen. Organellen aus Molekülen. Moleküle aus Atomen. Und so geht es immer weiter in das Kleine und Kleinste. Und so geht es immer weiter in das Große und Größte.

Die Gesellschaft einer Nation, eines Kontinents und, seit dem Fortschreiten der Globalisierung, der Erde besteht aus mannigfaltigen Bestandteilen. Alles wabert in einem fluiden Kontinuum aus Einflüssen, aus Verbindungen und Abhängigkeiten. Mein eigenes kleines Leben aus diesem Kontinuum herauszunehmen wäre völlig vermessen. Denn selbst die radikalsten Aussteiger sind gefangen in Abhängigkeiten von Lebewesen. Die kleinsten Einzeller und die größten Tiere und Pflanzen beeinflussen sein Leben tagtäglich, stündlich, sekundlich.

Jedes Individuum ist nur begreifbar in seinem Umfeld aus anderen Individuen. Der Familienverband, das Team auf Arbeit, der Freundes- und Bekanntenkreis formen und beeinflussen uns stärker, als uns vielleicht bewusst ist. Und jedes Individuum beeinflusst sein Umfeld.

Ich habe dieses Jahr ein Umfeld ver-, und viele Menschen damit hinter mich gelassen. Mein Kollegenkreis wird sich dadurch verändert haben, da ein Puzzle zu einer bestimmten Form entfernt wurde. Ich habe das bereits bei anderen Kollegen erlebt. Einige hinterlassen große Löcher, andere nur kleine Kratzer. Doch das Kontinuum wird weiter wabern und neue Formen entwickeln.

Neue Kollegen, neue Freunde und neue Einflüsse haben mich in einer neuen Stadt erwartet. Nicht alles kann jemals perfekt sein. Das widerspricht dem Leben. Doch alles ist irgendwie gut. Denn alle Formen sind, insofern sie gewissen Normen folgen, gut. Und der Kollegenkreis, die Kreise von Individuen, in welche ich jetzt neu hinzustoße, werden durch mich neu bewegt, neue gewürfelt. Es entstehen neue Beeinflussungen, neue Abhängigkeiten und neue Verbindungen.

Wenn ich auf das Jahr 2015 zurückblicke, dann sehe ich vor allem Menschen und deren Gesichter und deren Einflüsse auf mich.

Da ist ein Mädchen, das mich lehrte, selbst den schönsten Menschen und selbst den eigenen Gefühlen nicht zu sehr zu trauen und das mich lehrte, dass alles irgendwann endet.

Da sind Freunde, die mir zeigten, dass Freundschaft nicht über Geld und nicht über Zeit redet, dass Freundschaft für sich allein stehen kann.

Da sind Menschen, welche bewiesen, dass sich auch Menschen, ganz ähnlich Schmetterlingen, entpuppen können. Leider nicht immer zu schönen Faltern.

Und da gab und gibt es eins, zwei spezielle Personen, die mir vor Augen führten, dass ich gar nicht so scheiße bin, wie mir andere weismachen wollten. Solche Menschen braucht es auch.

Ich wünsche…

Ich wünsche allen Menschen, die mich kennen, die ich kenne, wertvolle Menschen in deren Umfeld. Ich wünsche, dass sich die Menschen positiv gegenseitig befruchten, mit guten Gedanken, mit Kreativität und mit Wohlwollen. Ich wünsche allen ein Jahr 2016, das Entwicklungen mit sich bringt, das Gutes hervorbringt und das Prüfungen bereithält, die zu schaffen sind.

Ich wünsche meinem Dresden, dass es endlich aufwacht und beginnt „Nein“ zu sagen.

In diesem Sinne…

BÚÉK


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31.12.15
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